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Weinstein, problematisch!?

„Herr Ober, Herr Ober, in meinem Wein sind kleine Steine?“

„Was bei Ihnen auch?“

Sie kennen das Phänomen und sind kein Freund von Weinstein? Verständlich, dennoch müssen Sie lernen mit ihm umzugehen.


Keine Panik, ihrem Wein geht es gut. Manch einer würde sagen sogar besser als seinen Konkurrenten. In ihrem Wein befindet sich lediglich etwas Weinstein.

Was ist Weinstein?

Wenn Sie kleine kristalline Stückchen in ihrem Wein finden, dann halten Sie sich zunächst an folgende Grundregeln:

  • 1. Ruhe bewahren
  • 2. Flasche öffnen

  • 3. Wein genießen

Im Weinwesen sind diese kleinen Kristalle, ähneln sie doch fast kleinen Kandiszuckerstückchen, als Weinstein, Weindiamant oder Weinsterne bekannt. Diese sind ein besonderes Qualitätsmerkmal und ein guter Indikator für einen höheren Säureanteil im Wein.

Auch in unserem Sortiment finden sich Weine mit höherer Wahrscheinlichkeit für dieses Phänomen.

Deutsche Weine mit höheren Wahrscheinlichkeit auf Weinsteine

    Was ist Weinstein und wie entstehen die kleinen Kristalle?

    Weinstein entsteht durch den Abbau von Säure im Wein und die kleinen Weinsteine sammeln sich meist am Flaschenboden. Die langsame Gärung bei geringen Temperaturen spielt hierbei die entscheidende Rolle. Bei dieser besonderen Art der Verarbeitung werden die Duft- und Aromastoffe geschont und im Fass bildet sich dadurch ebenfalls wenig Weinstein. Farblich orientiert sich Weinstein immer am Wein in dem er entsteht. In weißem Wein finden kleine weiße Kristalle und im Rotwein bildet sich der Weinstein in Form von leicht rötlich gefärbten Steinchen.

    Weinstein ist somit ein guter direkter Indikator für den Anteil an Weinsäure in ihrem Wein.

    Hochwertige Riesling Weine haben meist sogar einen sehr hohen Anteil an Weinstein. Generell kann man sagen, je reifer die Trauben, desto größer der Anteil von Weinsäure im Wein und dadurch die Möglichkeit für die Entstehung von Weinstein. Für viele Weinkenner ein Qualitätsmerkmal, besonders bei Rotweinen. Weinstein zeugt von vielen Mineralien im Wein, da die reifen Trauben viel Zeit hatten Mineralien aus dem Boden zu sammeln.

    Die Weinsteine finden sich sowohl in jungen als auch in alten Weinen. Bei längerer Lagerung bilden sich die Kristalle am Korkspiegel oder an der Flaschenwand. „Altersweinstein“ ist Bezeichnung unter Kennern, die man an den besonders großen Kristallen erkennt, die erst nach langer Lagerung allmählich entstehen.

    Weinstein ist im wesentlich ein Gemisch aus Kaliumhydrogentartrat und Calciumtartrat, aber keine Sorge trotz dieser beunruhigenden Namen, vermindert der Weinstein ihren Weingenuss in keinster Weise. Er ist weder schädlich, so dass man ihn bedenkenlos mittrinken kann und die kleinen Steinchen lösen sich recht schnell beim Genuss ihres Weines.

    Weinstein… , und nun?

    Zunächst einmal ist Weinstein schwer bis gar nicht zu verhindern, um Ihnen dennoch ihren Weingenuss zu garantieren hier ein paar einfache Tipps wie sie ihren favorisierten Tropfen vom Weinstein befreien.

    Zunächst empfiehlt sich ein Dekanter, durch die größere Dichte des Weinsteines sammelt sich dieser nämlich recht gut am Grund von eben jenem.

    Falls kein Dekanter zur Hand ist empfiehlt es sich den Wein besonders langsam auszugießen und den kleinen Weinsteinen die Möglichkeit zu geben zurück zum Flaschenboden zurollen.

    Geheimtipp Rotwein: Nutzen sie eine starke Lichtquelle um zuerkennen ob sich noch Weinstein in der Flasche befindet.

    Sonstige Verwendung von Weinstein?

    Andere kuriose Verwendungen für Weinstein finden wir in der Küche. Unter anderem als Backpulver (in einem Mischungsverhältnis 2:1 mit Natron), zur Stabilisierung von Eischnee und Schlagsahne oder der Verhinderung der Kristallisation von Zuckersirup.