Ökologische Weine - aus Respekt vor der Natur!
Unsere Weinberge liegen in der reizvollen Umgebung der Rheinhessischen Schweiz, dem Land der "tausend Hügel".
Grundlage im Weingut Seyberth ist der biologische Anbau, der seit 2016 um die Regeln der biodynamischen Landwirtschaft
erweitert wurde. Seit Herbst 2018 ist unser Weingut Mitglied bei DEMETER. Um die Basis für qualitativ hochwertige Trauben zu
schaffen, orientieren wir uns an Mondphasen und verwenden biodynamische
Präparate.
Weiterhin schaffen wir mit einem vielschichtigen Begrünungsmanagement Lebensräume für Insekten aller Art, kultivieren Lavendel und pflegen alte Trockenmauern.
Die in unseren Weinbergen reifenden Trauben werden von Hand geerntet und behutsam mit der „Zutat“ Zeit vinifiziert.
Die Qualität und der Geschmack unserer Weine werden also nicht
durch Technologie und Chemie bestimmt. Die Geschicklichkeit des Winzers,
der Boden und das Wetter lassen Weine weitab vom Industrieprodukt
entstehen, Weine für Kenner: Authentisch, dicht, individuell und unverwechselbar geprägt durch unsere Böden.
"Wein ist unser Handwerk" - das ist im Weingut Seyberth in Siefersheim in der Rheinhessischen Schweiz genauso gemeint, denn hier wird ein Großteil der Arbeit per Hand erledigt. Mit größter Sorgfalt und nach den strengen Bio-Richtlinien des Verbandes BioLand werden die Weine schonend und reduktiv ausgebaut – der Extraaufwand zahlt sich aus: der Lagenwein Silvaner Heerkretz ist als "Selection Rheinhessen". Außerdem erhält das Weingut auch regelmäßig Empfehlungen von Gault Millau (erste Traube), von Eichelmann und dem Feinschmecker.
Im Weingut Seyberth sind die ständige Qualitätsoptimierung und nachhaltige Bewirtschaftung zur Selbstverständlichkeit geworden. Dafür wurde schon vor vielen Jahren begonnen, die Weinberge entsprechend zu kultivieren, die Durchschnittserträge drastisch zu reduzieren, die Traubenverarbeitung schonender zu gestalten und auch den Weinausbau entsprechend anzupassen. Seit dem Jahrgang 2012 ist das Weingut Alte Schmiede auch BioLand-zertifiziert.
Die gut 7
Hektar Rebfläche werden biologisch
mit intensiver Handarbeit bewirtschaftet: die Weinberge sind begrünt; an einer instand
gesetzten Trockenmauer in der Lage Siefersheimer Heerkretz locken über 100 Lavendelbüsche
nützliche Insekten an, die sich um mögliche Schädlinge kümmern; durch Walzen
statt Mähen können sich die Pflanzen zwischen den Rebzeilen weiter verteilen
und wirken so Bodenerosion entgegen.
Die naturnahe Philosophie und intensive
Handarbeit im Weinberg setzt sich im Keller fort: behutsames Keltern, spontanes
Vergären, ein Verzicht auf jegliches Pumpen, ein langes Hefelager führen auch
hier zu Spitzenqualitäten mit bodentypischer Mineralik und feinsten Aromen.
An der besten Lage "Siefersheimer Heerkretz" hängt das Herz des Weingutes. Sie ist mit 160 – 360 m über Null einer der höchsten in Rheinhessen, die Hangneigung beträgt 20 – 60 %. Nach Süden ausgerichtet bietet sie durch die Zerklüftung viele windgeschützte kleine Parzellen. Einige davon lagen jahrelang brach, bevor sie durch das Weingut Seyberth wieder kultiviert wurden und nun hervorragende Weine hervorbringen.
Der Wortbestandteil "Heer" bezieht sich auf eine alte Heerstraße im Tal. "Kretz" ist von "Kratzen" abgeleitet und deutet auf die schwere Bearbeitbarkeit des Bodens hin, denn die Oberfläche trocknet schnell ab und wird dann hart.
Der Boden besteht aus Quarzpophyr und Porphyr-Verwitterungsboden, im Untergrund findet sich Rotliegendes Urgestein oder verfestigter Meeressand. Darauf entstehen Weine mit typischer Mineralität.
Die Südausrichtung der Lage sorgt für eine schnelle und intensive Erwärmung der Luft und bietet Schutz vor kalten Ost- und Nordwinden. Andererseits sorgen des Nachts kühle Luftströme aus dem Tal, in dem der Appelbach fließt, für Abkühlung. Diese Konstellation ermöglicht den Trauben oft eine sehr lange Reifezeit.