Das Weingut May findet man im Eberstal bei Retzstadt. Dort wurde
es errichtet um das Jahr 1999 umgeben von Weinbergen, Obstbäumen und
gut erhaltener Natur. Die Ernte aus unterschiedlichsten Lagen im
Eberstal wird hier ausgebaut, abgefüllt und vermarktet. Bei der
Auswahl der Weinberge wird großer Wert auf karge, skelettreiche
Böden gelegt. Besonders eignen sich Lagen, vor allem für den
Silvaner, welche bereits mit alten Rebstöcken bepflanzt wurden. Bei
der Lese und Pflege der 13ha Rebfläche wird hauptsächlich auf
Handarbeit der fachkundigen Mitarbeiter gesetzt. Machinen werden
möglichst nicht benutzt. Für die Weine des Weinguts May kommen 4
Weinberge und ihre Lagen in Frage: Retzstadter der Schäfer,
Retzbacher Benediktursberg, Himmelspfad und der Rothlauf. Auf allen
Bergen wird hauptsächlich die Silvanerrebe angebaut. Alle in Frage
kommenden Weinlagen, der Gegend sind geprägt durch ihren markanten
Muschelkalk sowie einer starken Hangneigung bis zu 60%.
Der
Weinkeller des Weingutes May im Eberstal in der Weinregion Franken
ist bestrebt das "kontrollierte Nichtstun" zu
perfektionieren. Weder Traube noch Maische wird gepumpt, so bleibt
man dem Grundsatz treu möglichst viel ohne Maschinen zu produzieren,
stattdessen wird auf eine Beförderung nach dem Gravitations-Prinzip
gesetzt. So soll die Natürlichkeit und der Finessenreichtum der
Trauben gesichert werden und die Qualität erhalten bleiben, von
Weinberg bis in die Flasche.
Der Familienbetrieb des Weingut May teilt sich wie folgt auf.
Mittlerweile sind zwei Generationen der Familie im Betrieb
beschäftigt und arbeiten einander erfolgreich zu. Taktgeber des
Weingutes ist Familienoberhaupt Rudolf May. Er lernte vor 30 Jahren
den Beruf des Winzer und hat später noch den Weinbautechniker dran
gehängt. Petra May gilt als Nahtstelle zwischen Familie und Betrieb.
Zu ihren Paradedisziplinen gehören der Weinverkauf, Kundenkontakt
und die Führung des internen Büros. In zweiter Generation May fügt
sich Benedikt May in die Hierarchie des Unternehmens ein. Nach
Praktika im Saarland, Australien und einer Ausbildung an der
Technikerschule in Veitshöchheim zum Staatlich geprüften Techniker
für Weinbau und Oenologie, ist er seit 2016 für den Außenbetrieb
verantwortlich.
Zum größeren Familienkreis gehören alle
anderen Mitarbeiter des Weingutes sowie Helfer bei der Ernte.