Das Gute bewahren – das Neue wagen: Das ist ein Leitspruch unseres Weinguts. Auf der Grundlage altbewährter Methoden suche ich bei jedem Jahrgang neue Wege, um den bestmöglichen Wein zu erschaffen. Dabei zählt für mich jeder Schritt. Vom naturnahen, nachhaltigen Anbau über das handwerkliche Können bei der Vinifikation bis hin zum sorgfältigen Ausbau in klassischen Holzfässern oder Edelstahltanks – guter Wein ist das Produkt eines komplexen, liebevoll begleiteten Prozesses. Und ich bin davon überzeugt, dass man diese Liebe schmecken kann.
Seit vielen Jahren legen wir Wert auf
Naturschutz und Nachhaltigkeit. Dabei gehen wir nicht ideologisch
sondern pragmatisch vor und fragen uns immer wieder neu, was die besten
Lösungen für die Herausforderungen im Weinbau sind. Aus diesem Grund
haben wir uns für den integrierten Weinbau entschieden. So nutzen wir
zum Schutz und zur Pflege der Weinberge neben Maßnahmen aus dem
Bioweinbau auch konventionelle Methoden.
Unsere Weinberge bieten
auch bedrohten Pflanzen einen Lebensraum. Durch die zusätzliche
Begrünung sowie gezielte Weinbergsarbeiten, kurzen Rebschnitt und
konsequenter Traubenausdünnung erzielen wir nicht nur hochwertige
Trauben, sondern unterstützen auch die Artenvielfalt. Um die Monokultur
der Rebstöcke auszugleichen, begrünen wir die Weinberge zusätzlich. In
den letzten Jahren benutzen wir vermehrt die so genannte Wolff-Mischung.
So gewährleisten wir während der Vegetationszeit ein hohes
Blüten- pflanzenangebot, was Nützlinge (z.B. Raubmilbe, Ohrwurm,
Marienkäfer usw.) fördert und den Einsatz von Pestiziden unnötig macht.
Pilzkrankheiten beugen wir vor, indem wir die Traubenzone entblättern
und an den Jahresverlauf angepassten Pflanzenschutz betreiben. Den
Einsatz von Düngern können wir sehr niedrig halten, indem wir das im
Frühjahr anfallende Schnittholz in der Rebanlage belassen. Zusammen mit
dem anfallenden Grasschnitt wird es so in den natürlichen
Nährstoffkreislauf zurückgeführt. Des Weiteren setzen wir auch auf
Mineraldünger ohne Stickstoff und Phosphat, der das Bodenleben
begünstigt.
Weniger ist mehr: Eine pflanzenschonende und mengenbegrenzende Behandlung während des Wachstums sowie eine sorgfältige Auslese in der von Hand durchgeführten Weinlese sind für uns selbstverständlich. Dies ist nur durch sehr viel Handarbeit möglich, aber die Freude und der Stolz darüber, dass naturnaher Weinbau funktioniert und zu schmeckbaren Ergebnissen führt, bestätigen uns immer wieder aufs Neue.
Je weniger wir im Weinkeller eingreifen, desto besser können sich unsere Weine entfalten. Wir legen Wert auf eine schonende Behandlung bei dem Ausbau unserer Weine im Holzfass, Barrique und Edelstahltank. So achten wir darauf, dass sich die Moste selbst klären und geben den Jungweinen genügend Zeit, um sich zu entwickeln. “Wein wird im Wingert gemacht“. Spätere Eingriffe schaden oft mehr, als dass sie nutzen, und im Weinberg gemachte Fehler lassen sich auch durch noch so sorgfältiges Arbeiten nicht vollends be- heben. Daher lautet unser Motto bei der Vinifikation „konzentriertes Nichtstun“. Dadurch behalten und entfalten unsere Weine ihre Individualität, die von der Bodenbeschaffenheit, der Rebsorte, den kleinklimatisch bedingten Unterschieden und unserem Handwerk geprägt wird.
Möchten Sie mehr erfahren? Gerne können Sie uns schreiben oder anrufen (weingut@schroppwein.de oder 07132 / 488 42 55). Besonders freuen wir uns, wenn Sie uns auf unserem Weingut besuchen und den einen oder anderen Wein probieren.