Das Weingut Koehler-Ruprecht kann man getrost als eine Legende im Weinbau der Pfalz, wenn nicht deutschlandweit, bezeichnen. Vor allem mit seinen Rieslingen aus der Lage Kallstadter Saumagen erarbeitete sich der ehemalige Besitzer, Bernd Philippi, ab den frühen 1990er Jahren diesen legendären Ruf. Seine Kallstadter Meisterwerke waren lange Zeit der Referenzpunkt schlechthin, wenn es um authentischen Riesling ging. Nach dem Verkauf des Weingutes 2009 und mit der Übernahme des neuen Geschäftsführers, Dominik Sona, änderte sich erst mal wenig, den Philippi blieb noch beratend im Weingut und sein Nachfolger arbeitet in seinem Geiste weiter. Auch die neuen Jahrgänge von Koehler-Ruprecht sind im wundervollen Stil des Naturweins gehalten und überzeugen dank langer Traubenreifen, Spontangärung und den tollen Kallstadter Böden.
Das heutige Weingut Koehler-Ruprecht in Kallstadt in der
Pfalz kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Es wurde um 1700 gegründet
und nannte sich lange Zeit Weingut Bernd Philippi. Otto Philippi übernahm im
Jahr 1969 das zumindest damals bedeutendste Weingut der Pfalz von Bernd
Philippis Großvater. Bernd ging als Winzer eigene Wege und schuf eigenwillige
Weine, die Kenner schätzen. Bis 2012 war Bernd Philippi Berater bei Weingut
Koehler-Ruprecht, das drei Jahre zuvor von der amerikanischen Familie Sauvage
aufgekauft wurde. Seit dem Jahr 2010 hat Dominik Sona die Geschäftsführung.
Zusammen mit Kellermeister Johannes Lochner ist er für die Qualität der Weine
verantwortlich, die das Koehler-Ruprecht-Emblem führen.
Familie Sauvage führte das Weingut im Sinne von Bernd Philippi weiter. Er schuf
eine besondere Pfälzer Weinsorte, die mit den Jahren an Geschmack gewinnt. Das
Weingut besitzt eine 12,5 Hektar große Rebfläche und baut in erster Linie
Riesling an. Weitere Rebsorten sind: Burgunder, Rieslaner oder Scheurebe. Die
erste Lage ist der Kallstadter Saumagen. Aufgrund von mineralischem
Kalkgeröll-Boden ist der Saumagen eine der besten deutschen Weinlagen. Ein
harmonischer und reifer Weingeschmack machte diese Weine bekannt.
Weitere Lagen sind der Steinacker, Annaberg und Kreidkeller. Die Qualität der
Weine beruht auf einer gradlinigen Verarbeitung der Früchte. Sie werden
handverlesen und in Holzfässern vergoren. Der Burgunder des Weingutes wird im
Barrique ausgebaut. Der Riesling gärt fast ein Jahr, bevor die Hefe zugesetzt
wird. Die Grundidee von Bernd Philippi - der Wein muss einen Jahrgangsgeschmack
aufweisen - verfolgt auch Dominik Sona.
Vom Weinguide Feinschmecker erhielt das Weingut Bestnoten. Im Gault Millau erhielten die Weine drei Trauben. Beim Weingut Koehler-Ruprecht dominiert Natürlichkeit und ein Hauch von Würze Weine aus der Lage Saumagen können sich großen Weißweinen aus dem Burgund messen. Die Koehler-Ruprecht Weine genießt der Kenner in erster Linie zum Essen.