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Rebsorte Weißwein

Weißwein aus Portugieser

Der Portugieser wächst nicht in Portugal, sondern in Mitteleuropa und hier vor allem in Deutschland, Österreich, Ungarn und Tschechien. Die Erwähnung der Sorte lässt sich bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Die Bezeichnung der Rebsorte wird darauf zurückgeführt, dass der Industrielle und Bankier Johann von Fries sie im Jahr 1772 von Portugal - aus der Stadt Porto - in seine Heimat Niederösterreich gebracht hat. Dabei handelt es sich vermutlich um eine Legende. Was hingegen als gewiss gelten kann, ist, dass der Portugieser eine alte und traditionsreiche Sorte ist. Der Portugieser ist ein unkomplizierter, harmonischer und vollmundiger Wein mit niedrigem Alkohol- und Tanningehalt, der sich durch sein Beerenaroma auszeichnet.

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Der Portugieser ist eine Rotweinsorte, die möglicherweise aus Portugal, möglicherweise auch aus Österreich-Ungarn bzw. aus dem heutigen Nordostslowenien stammt. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Portugieser ein Kreuzungsprodukt aus Blauer Zimmettraube und Grünem Silvaner. Die Rebsorte wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts nach Deutschland gebracht. Der Weinpionier Johann Philipp Bronner hat sich ab 1840 darum bemüht, sie in Deutschland zu kultivieren und heimisch werden zu lassen.

Die Sorte zeichnet sich durch ihre Robustheit aus. Nährstoffarmer Untergrund macht ihr nichts aus. Was ihr nicht behagt, sind zu feuchte, zu kalte und zu schwere Böden. Sie treibt relativ früh aus und kann oft schon in den ersten Septemberwochen geerntet werden. Die Neigung zur Verrieselung ist gering ausgeprägt. Mit dem Anbau des Portugiesers lassen sich hohe Erträge erzielen. Das war auch der Grund dafür, dass er im 18. und 19. Jahrhundert die älteren Rebsorten verdrängen konnte.

In Österreich ist exzellenter Blauer Portugieser beim Weingut von Johann Gisperg zu beziehen. Auch das Weingut Fegerl aus dem nördlichen Weinviertel bietet seit fünf Generationen Spitzenqualität. Zu nennen sind auch noch die Weingüter Grabner-Schierer und Jassek. Bester Blauer Portugieser aus Deutschland kommt von der pfälzischen Winzergenossenschaft Herxheim am Berg, von der Odenwälder Winzergenossenschaft Vinum Autmundis sowie von den Weingütern Kesselring und Dackermann. Für Spitzenweine ist vor allem das Weingut Kriechel bekannt.

Kaum verbreitet ist er in Spanien, Italien und Frankreich. In Deutschland stellt er nach dem Spätburgunder und dem Dornfelder die am dritthäufigsten angebaute Rotweinsorte dar. Hauptanbaugebiete sind hier die Pfalz, Rheinhessen und Württemberg. Im Weinviertel im österreichischen Bundesland Niederösterreich ist der Portugieser die am häufigsten angebaute Sorte, während er in der österreichischen Weinregion Südsteiermark kaum vorhanden ist. Die Anbaufläche des Portugiesers hat sich in Österreich in den Jahren zwischen 2000 und 2015 halbiert.

Blauer Portogieser, Badener, Feslauer, Oporto, Plant de Porto, Portugais bleu, Vöslauer