Constance und Konstantin Lüll, beide mit Abschlüssen an der bekannten Weinbau-Hochschule in Geisenheim, vereinen genauso sympathisch wie beeindruckend Tradition und Moderne des Weinbaus in Ihrer Heimat, im rheinhessischen Zellertal. Seitdem die beiden die etwa 125 Jahre alte Weinbautradition des Schlossguts Lüll weiterführen, setzen sie konsequent ihre Philosophie um: Sie machen geradlinige und unverstellte Weine aus Rebsorten, die in ihrer Region verwurzelt sind. Die renommierten Lagen und Qualitätsstufen lassen sie dabei auf dem Etikett unerwähnt und verlassen sich auf den guten Geschmack ihrer Kunden. Diese erfrischend moderne Herangehensweise spiegelt sich auch im Design ihrer Flaschen wieder. Staunen Sie selbst – immerhin hat das Weingut damit schon einen Design-Preis gewonnen.
Der Grundsatz der Klarheit und Einfachheit des Winzerpaars Lüll spiegelt sich zuerst einmal in ihrem kleinen Flaschensortiment wieder. Man verzichtet bewusst auf Lagenbezeichnungen oder Qualitätsstufen. Wobei die Weine allesamt Lagenweine sind und zumeist den Anspruch einer Kabinett oder Spätlese haben. Auf dem Schlossgut konzentriert man sich auf die regionstypischen Rebsorten Rheinhessens. In Wachenheim lassen sich keine Weine wie in Italien oder Spanien machen – also warum nicht das perfektionieren, was hier heimisch ist? Besondere Rebsorten wie der Reichensteiner feinherb oder der trocken ausgebaute Bacchus aus einer 40 Jahre alten Minimalschnittanlage zeigen, dass es ihnen sowohl mit der Tradition als auch mit der Moderne ernst ist.
Das 20 Hektar große Weingut wird von der Familie und mit einem kleinen Team bewirtschaftet. Beim Anbau arbeitet man bodenschonend und mit angepasster Technik, um die umgebende Flora und Fauna so gut wie möglich zu schützen. Durch sorgfältige Handarbeit und Selektion der Trauben erhält man das bestmögliche Lesegut für die Weine. Auf sechs Lagen (Wachenheimer Horn, Wachenheimer Rotenberg und in der Großlage Wachenheimer Domblick) profitieren die Weinreben vom milden Klima und entwickeln dank der Kalksteinverwitterungsböden ihre mineralisch-kräftige Note. Im schlosseigenen Keller entfalten die Weine durch reduktiven Ausbau ihren frischen, aromatischen Geschmack bis zur vollen Genussreife.
Passend zu den Weinen und ihrer Philosophie, ist auch das Design der Flaschen vom Schlossgut Lüll geradlinig und ohne viel Schnörkel. Die Zeiten des Schlosses und Wappens auf dem Etikett sind nun seit zwei Jahren vorbei. Stattdessen wurde der außergewöhnliche Nachnahme „Lüll“ quasi zu einer Weinflasche gemacht. Daraus ergaben sich das prägnant schlichte Logo und die Adaption auf den Etiketten in schwarzen und weißen Streifen. Dieses moderne Hingucker-Logo hat dem Winzerpaar immerhin einen Red Dot Award eingebracht – vom außerordentlichen Wiedererkennungswert ganz zu schweigen.
Das junge Winzerpaar Lüll steht bespielhaft für einen gelungenen Generationenwechsel im deutschen Weinbau. Constance Lüll ist im idyllischen Wachenheim im Zellertal aufgewachsen. Nach dem Studium der internationalen Weinwirtschaft in Geisenheim und einem Auslandsaufenthalt in Neuseeland ist sie gemeinsam mit ihrem Mann Konstantin wieder zurück auf das Weingut gezogen. Die beiden haben sich in Geisenheim kennengelernt und nach dem Studium den Betrieb übernommen, um dort ihre Ideen für die Zukunft des Weinbaus auf dem traditionsreichen Schlossgut Lüll umsetzen zu können – ein Glücksfall also für das Paar und für den Weingenießer gleichermaßen.
Bereits seit dem Jahr 350 n. Chr. gibt es traditionell Weinbau in Wachenheim im Zellertal. Auf sechs Lagen profitieren unsere Weinreben vom milden Klima und entwickeln dank der Kalksteinverwitterungsböden ihre mineralisch-kräftige Note. Im schlosseigenen Keller entfalten unsere Weine durch reduktiven Ausbau ihren frischen, aromatischen Geschmack bis zur vollen Genussreife.