Franken
gehört zu den bekanntesten und größten Weingebieten von
Deutschland. Bekannt sind die Frankenweine den meisten Weinliebhaber
an ihrer typischen Flaschenform, dem Bocksbeutel. In ihm werden
besonders hochwertige Qualitätsweine.
Eines der ältesten
Weingüter in Franken ist das Fürstlich Castell'sches Domänenamt.
In Castell wird schon seit 1224
Wein angebaut. Fast genau solange, seit 1266 existieren die
Weinbergslagen Schlossberg, Hohnart, Reitsteig und Trautberg.
Geschichte schrieb das Haus zu Castell-Castell, als in ihren
Weinbergen 1659 erstmals in Deutschland Silvaner angepflanzt wurde.
Der heutige Inhaber vom Fürstlich Castell'sches Domänenamt
ist Ferdinand Fürst zu Castell-Castell. Heute werden auf 70 Hektar
sieben Weinberge bewirtschaftet. Diese Weinberge liegen alle um den
alten Stammsitz der Fürstenfamile, dem Schlossberg.
Seit 1955
ist das Fürstlich Castell'sches Domänenamt Mitglied im VDP, dem
Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter.
Im Schutze des Steigerwaldes wachsen auf den
fast ausschließlich im Alleinbesitz befindlichen Weinbergen die
Reben. So kann ihnen die oft strengen Winter in Franken wenig
anhaben. Auf den kräftigen Gipskeuperböden wachsen die Sorten
Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling, Weißburgunder, andere weiße,
aber auch einige rote Sorten.
Im über 300 Jahre alten
Weinkeller, der sich direkt unter dem Schloss in Franken befindet,
wird dem Wein durch die Kellermeister genügend Zeit zur Reife
gegeben.
Das Ergebnis sind Gutsweine, Lagenweine und die Großen
Gewächse, Sekte und der eigene Perlwein (Frænzi). Auch auf das
veränderte Konsumverhalten wird eingegangen, seit 2014 sind leichte
vegane Weine mit reduziertem Alkoholgehalt erhältlich.
Wer sich ein eigenes Bild vom Weingut machen will, kann das Fürstlich Castell'sches Domänenamt in Franken besuchen. Von Montag bis Samstag besteht die Möglichkeit zu Weinproben und Einkäufen. Ebenso sind Wanderungen durch die Weinberge möglich. Auch das Dorf Castell ist einen Besuch wert. Nach Anmeldung ist die Weinkellerbesichtigung möglich.