Welche Erfolgstory sie begründeten, konnten der aus Aachen stammende William Guillaume Deutz und sein Geschäftspartner Peter-Joseph-Hubert Geldermann natürlich nicht ahnen, als sie das Haus 1838 in Aÿ gründeten. Heute ist es „eines der besten unter den kleineren Champagnerhäusern“ (Hugh Johnson) und zeigt sich vor allem in seinem ganz tradtionellen Stil mit finessenreichen Cuvées in alter Stärke.
William Deutz gründete 1838 zusammen mit seinem Deutschen Kompagnon Peter
Geldermann das Unternehmen "Deutz und Geldermann" in Ay, Frankreich.
Ohne eigene Reben degorgierten Deutz und Geldermann bereits abgefüllte Cuvées,
füllten diese mit Dosage auf und etikettierten sie neu. Das Geschäft blühte und
der Champagner-Absatz stieg über die Jahre weiter an. Im Jahre 1860 erbten René
Deutz und Alfred Geldermann das Geschäft von ihren Vätern. Die 2. Generation
konnte den Erfolg weiter ausbauen und lieferte Champagne Deutz hauptsächlich
nach England, Russland und Deutschland. Deutz und Geldermann wurde 1927 in eine
AG umgewandelt und aufgrund von Liquiditätsproblemen 1993 von Louis Roederer
übernommen. Seit dieser Zeit wurde die Qualität weiter gesteigert und der
begeisternde Deutz-Stil beibehalten.
Der Deutz-Stil ist geprägt von der kunstvollen Zusammenstellung der Champagner,
die einen gleichbleibenden Charakter besitzen. Um diese einzigartige Assemblage
zu verwirklichen, musste ein Rebberg gekauft werden, der dem Niveau der Firma
Deutz und Geldermann entsprach. William Deutz glaubte fest an einen guten Boden
und war der Ansicht, dass nur große Rebanbaugebiete auch große Weine
hervorbringen können. So kaufte das Unternehmen über viele Jahrzehnte mehrere
Parzellen in der Champagne. Die Rebberge, zu denen Bisseuil, Ay, Pierry und
viele weitere gehören, wurden stets wiederhergestellt und erneuert. Der
unverwechselbare Champagne Deutz Stil wurde stets beibehalten. Die Rebberge,
aus denen die Qualitätserzeugnisse hergestellt werden erreichen
durchschnittlich 97 Prozent in der Champagner-Crus-Hierarchie.
Noch heute hat Deutz Reben in der Bisseuil, Ay, Pierry und vielen weiteren Gegenden. Insgesamt machen Deutz Reben ca. 190 Hektar aus. 38 Hektar werden noch selbst bewirtschaftet. Des Weiteren werden auch Trauben eingekauft. Die Trauben werden aber nur von Unternehmen bezogen, zu denen Champagne Deutz eine langjährige Beziehung pflegt. Es werden nur Trauben verwendet, die eine Qualitätseinstufung von mindestens 94 % erreichen und aus den besten Champagne-Anbaugebieten stammen. Die verwendeten Trauben stammen alle aus einem 30 km Radius rund um den Ort Ay.